Marktentwicklung vom 1. Juli 2026
HSF Kramer hat Ende Juni 2026 eine Partnerschaft mit Acora und Microsoft für ein eigenes "Sovereign System of Intelligence" bekannt gemacht. Die Plattform basiert auf Azure und Microsoft Foundry, wird über Purview gesteuert und soll Dokumente, Tabellen und E-Mails über eine angewandte Ontologie besser nutzbar machen.
Die Ankuendigung trifft einen wunden Punkt vieler Kanzleien. Sie besitzen große Mengen wertvollen Wissens, können es aber nicht verlaesslich finden oder wiederverwenden. Inhalte liegen in Akten, Postfaechern, SharePoint-Sites und individuellen Ordnern. Ein Sprachmodell kann dieses Problem nicht allein lösen.
HSF Kramers Ansatz setzt deshalb bei Daten und Governance an. Eine Ontologie beschreibt Beziehungen und Bedeutungen, waehrend Berechtigungen und Herkunft erhalten bleiben sollen. Erst auf dieser Schicht werden KI-Funktionen wirklich kanzleispezifisch.
"Souveraen" darf dabei nicht nur ein Architekturwort sein. Eine Kanzlei muss wissen, wer Modelle und Indizes betreibt, wie Daten isoliert werden, welche Administratoren Zugriff haben und wie Ergebnisse auf ihre Quelle zurückgeführt werden können. Souveraenitaet zeigt sich im Betrieb, nicht im Produktnamen.
Für kleinere Kanzleien ist eine vergleichbare Grossplattform kaum nötig. Die Grundidee lässt sich aber übertragen: zunächst Berechtigungen und Metadaten klären, dann einen begrenzten Wissensbestand erschliessen und erst anschließend generative Funktionen hinzufügen. Wer mit dem Chatbot beginnt, bevor die Wissensbasis stimmt, erhält schneller formulierte Unsicherheit.
Quellen
Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Die verlinkten Kernquellen wurden am 23. August 2026 redaktionell geprüft.
