Marktentwicklung vom 1. Oktober 2025
Ende September 2025 hat KPMG US neue AI-Assurance-Leistungen vorgestellt. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die generative KI und Agenten nicht nur einführen, sondern deren Steuerung, Kontrollen und Zuverlaessigkeit gegenüber Vorstand, Aufsichtsrat oder Audit Committee belegen müssen.
Die Nachricht zeigt, wie schnell sich ein neues Prüfungsfeld bildet. Bisher wurde KI-Governance häufig als Sammlung von Richtlinien behandelt. Assurance verlangt mehr: nachvollziehbare Kontrollen, belastbare Evidenz und eine klare Abgrenzung dessen, was geprüft wurde. Ein unterschriebenes "Responsible AI"-Papier reicht dafür nicht.
Für Rechts- und Compliance-Teams ist das relevant, weil viele Nachweise nicht aus der IT allein kommen. Wer darf ein System nutzen? Welche Mandats- oder Kundendaten dürfen verarbeitet werden? Wie werden Ausgaben kontrolliert? Wann muss ein Mensch eingreifen? Wie werden Fehler und Beschwerden dokumentiert? Solche Fragen liegen zwischen Recht, Risiko, Fachbereich und Technik.
Der Markt für AI Assurance wird zugleich mit einem Grundproblem leben müssen: Ein Modell kann sich verändern, waehrend der Prozess gleich aussieht. Deshalb sollte sich eine Prüfung nicht nur auf einen einmaligen Benchmark stuetzen. Wichtiger sind Versionskontrolle, laufendes Monitoring, Änderungsmanagement und Stichproben aus echter Nutzung.
Für Unternehmen beginnt die Vorbereitung mit einem einfachen Test. Koennen sie für eine produktive KI-Anwendung den Zweck, die Datenquellen, die Kontrollperson, die Freigaberegel und die letzten wesentlichen Änderungen belegen? Wenn diese Evidenz nicht innerhalb kurzer Zeit auffindbar ist, besteht bereits vor jeder formellen Prüfung Handlungsbedarf.
Quellen
Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Die verlinkten Kernquellen wurden am 23. August 2026 redaktionell geprüft.
